background


Projekt

Sicherlich haben Sie die Diskussionen und Nachrichten zum Thema "Abschaffung des Bargeldes" verfolgt. Möglicherweise mit einem leichten Unbehagen. Der Gebrauch eines universellen Tausch- bzw. Zahlungsmittels steht bei der gesamten Menschheit ja auch in langer Tradition. Und jegliches Geschäft läßt sich kaum schneller regeln als durch die direkte gegenseitige Übergabe von Ware und Bargeld. Wir finden daher:

Bargeld muss bleiben

Warum soll das Bargeld abgeschafft werden? Wer sind die Profiteure eines solchen Vorhabens? Das wird schnell klar, wenn man sich anschaut, was Barzahlung von jeglicher Zahlung mit anderen Mitteln unterscheidet: Bei der Barzahlung sind im Idealfalle nur die beiden Beteiligten dabei. Jede andere Zahlung läuft über einen "Vermittler". Das sind in der Regel Geldinstitute, aber auch Kreditkartenunternehmen, Finanzierungsdienstleister usw. Diese "beteiligten Dritten" verdienen an jeder Zahlung mit. Es scheinen also schon mal deutliche wirtschaftliche Interessen hinter dem Vorhaben der Bargeldabschaffung zu stehen. Kein Geschäft mehr ohne Profiteure, die mit der eigentlichen Leistung gar nichts zu tun haben.
 
Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Jeder Bezahlvorgang per Kredit- oder EC-Karte, mit PIN oder Unterschrift, über den RFID-chip im Arm oder online z.B. via PayPal, ist dokumentiert und kann als Datensatz beliebig weitergegeben werden. Die Interessenten an solchen Daten sind schnell ausgemacht. Schließlich stehen wir ja auch heute schon im Fokus der einschlägigen "Datenkraken" wie google, amazon, facebook usw. Das ist ein Riesengeschäft. Alle Welt will wissen, WER WAS WANN WO kauft.
 
Es geht noch weiter. Stellen Sie sich vor, Ihre Krankenkasse weiß (aus anderen Datensätzen. Haben Sie etwa noch nicht gehört, wo die Reise bei der Versichertenkarte hingeht?), dass Sie eine Laktoseintoleranz haben. Sie haben aber gestern im Lebensmittelgeschäft einen Liter Milch gekauft und per App bezahlt. Was denken die wohl von Ihnen? Und wie gestalten die Ihren Beitrag daraufhin?
 
Die Befürworter der Bargeldabschaffung argumentieren, dass in Schweden inzwischen sogar die Geldspende beim sonntäglichen Kirchgang online gegeben wird. Das freut uns für die Kirche, denn wenn Spenden einfach ist, dann tun es (hoffentlich) viele. Aber möglicherweise möchten Sie ja mit einer großzügigen Spende Ihr Gewissen etwas erleichtern (ja, auch dafür ist die Kirche da. Noch nie von der Beichte gehört? Und vom Beichtgeheimnis?). Das geht doch nur den Lieben Gott und Sie etwas an, oder? Was sagen Sie dem Beamten, der Ihre Spende als auffällig groß empfindet, auf die Frage, wieso Sie so viel Geld verschenken? Und auf die vielleicht direkt nachgeschobene Frage, wo dieses Geld denn herkommt?
 
Wir möchten auf keinen Fall missverstanden werden. Jegliches kriminelles Handeln ist selbstverständlich zu vefolgen und zu ahnden. Und die Kontrolle des gesamten Geldflusses bis hin zum gelegentlichen Taschengeld von der Oma ist natürlich ein probates Mittel dazu. Daher werden Finanz-, Polizei-, oder Zollbeamte - um nur ein paar zu nennen - die Idee der Bargeldabschaffung vermutlich richtig toll finden. Wir sehen aber auch den Aspekt des Generalverdachtes. Da wird uns der Bundesbeauftragte für Datenschutz hoffentlich recht geben. Das Grundrecht der Bürger dieses Staates auf ein Leben ohne Dauerkontrolle ist höchstes Gut! Daher sagen wir:

Bargeld muss bleiben

Wer wir sind? Wir sind die Menschen, die dieses Projekt betreiben. Wir kommen aus der Finanzwelt (natürlich!), sind Unternehmer, Manager, Philosophen, Künstler, aber auch einfache Angestellte und Arbeiter. Die sich allesamt Sorgen machen um unsere Gesellschaft und den Weg, auf dem wir sind. Wenn Sie sich für unsere Ziele interessieren: oben im Menü auf "Ziele" klicken...